Partnachklamm

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Die Partnachklamm nahe Garmisch-Partenkirchen bietet mit ihren Wasserfällen, schmalen Steinpfaden und verwinkelten Felswänden ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art. Die enge Gebirgsschlucht erreicht man von München aus in weniger als zwei Stunden – im Sommer wie im Winter ein imponierendes Tagesausflugsziel.

Auf rund 700 Metern wandern Besucher durch die Partnachklamm. Die einzigartige Landschaft aus Felswänden, Tunneln, dem milchig grünen Wildfluss und Gesteinswegen lockt jährlich 200.000 Menschen in die enge Schlucht im Reintal. Die Partnachklamm kann zu jeder Jahreszeit durchstreift werden. Wenn im Winter meterlange Eiszapfen zu riesigen Eiswänden zusammenwachsen, erscheint die Klamm besonders zauberhaft.

Vom Parkplatz des Olympia-Ski-Stadions in Garmisch-Partenkirchen erreicht man die Partnachklamm bequem zu Fuß in 20 Minuten. Ein steiniger Steg führt durch Tunnel und Galerien, die teilweise niedriger als zwei Meter sind. Für große Menschen heißt es: Kopf einziehen! Links und rechts ragen Felswände dicht gedrängt in die Höhe, sodass oft nur gerade so das Sonnenlicht durchblitzt. Unterhalb tost die grünlich schimmernde Partnach, die sich am Ende der Klamm zu einem Fluss ausweitet und das Tal 

 

Die Hängebrücke: Der eiserne Steg

Wer einen exklusiveren Blick auf die Partnach werfen möchte, spaziert über die 1914 gebaute, stählerne Hängebrücke hoch oben in den Felsen. Sie führt Schwindelfreie von einer Schluchtseite auf die andere. Zunächst muss man allerdings auf Stufen die Klamm empor steigen bis man vom grünen Wald aus, in beinah 70 Meter Höhe, auf die Felswand und in die milchig grünen Fluten der Partnach spähen kann.Von hier aus lassen sich spektakuläre Erinnerungsfotos schießen, die das Erlebnis Partnachklamm unvergessen machen.

Wetterfeste Kleidung

Weil in der Klamm auch im Sommer niedrige Temperaturen herrschen, sollten Besucher auf eine entsprechende Kleidung achten. Dazu gehört auch festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen. Weil es von den Felswänden tropft, empfiehlt sich eine Regenjacke. Aufgrund der engen Wege, ist das Mitnehmen von sperrigen Gegenständen wie Fahrrädern, Kinderwägen oder Rollstühlen aus Platz- und Sicherheitsgründen nicht möglich. Hunde müssen an der Leine geführt werden.

Märchenhafte Eislandschaft

Die Partnachklamm ist auch im Winter geöffnet. In der kalten Jahreszeit bietet sie einen spektakulären Anblick. Meterhohe Eiszapfen hängen von den Felswänden herab, verschmelzen hier und da zu blau leuchtenden Eiswänden, dicke Eisschichten sprudeln auf wundersame Weise aus dem Gestein. Unterhalb bahnt sich die Partnach zwischen schneebedeckten Felsbrocken ihren Weg durch die Schlucht. Dabei reißt sie Eisschollen mit sich. Bei dieser winterlichen Wanderung ist besonders dicke Kleidung gefragt.

Fackelzug durch die Nacht

Völlige Finsternis herrscht in der Partnachklamm bei Dunkelheit. Bei einer Fackelwanderung unter Anleitung erfahrener Führer können Sie die Schlucht bei Nacht erkunden. Gespensterhaft wirken die Schatten der Wanderer im flackernden Feuerschein. Besonders im Winter erscheint den Besuchern die gefrorene Eiskulisse, die im Lichte der Fackeln glitzert, überwältigend. Infos und Buchungen zu Fackelwanderungen unter: +49 (8821) 68742

Entstehung

Seit der Eiszeit grub sich die Partnach tief in den Muschelkalk des Wamberger Sattels. Meter für Meter bildete sich viele Jahrtausende die heutige Partnachklamm. Sie hat für die Region im Garmisch-Partenkirchen eine große Bedeutung. Ursprünglich wurde der Weg durch die Klamm für die Holzwirtschaft der Umgebung angelegt. Er sollte das Triften, den Transport von schwimmenden Baumstämmen auf dem Wasser, erleichtern.

1886 wurde ein behelfsmäßiger Durchgang, bestehend aus einem Eisenträger zwischen den Felswänden, knapp über dem Fluss angebracht. Zunächst wurde dieser ausschließlich von Jägern und Forstarbeitern genutzt, die ihre Baumstämme durch die Klamm lotsten. Doch Touristen eroberten die Region. Viele wagten sich auf den damals noch gefährlichen Steg durch die Schlucht.

Wegen der ansteigenden Beliebtheit der Klamm wurde 1910 schließlich der Ausbau begonnen, sodass 1912 die Partnachklamm ihre ersten Besucher sicheren Fußes empfangen konnte. Im gleichen Jahr wurde sie zum Naturdenkmal erklärt. Weil nicht nur Besucher, sondern auch Hochwasser und Eisbrüche ihre Spuren in der Schlucht hinterlassen, werden regelmäßig Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Hin und wieder seilen sich sogar Bergsteiger ab, wenn lockeres Gestein wegzuräumen ist. Zuletzt wurde die Klamm 2006 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Nationales Geotop ausgezeichnet.

Weitere Informationen

  • Straße, Nr., PLZ, Ort: Wildenau 3, 82467 Garmisch-Partenkirchen
  • Kontakt: sieh Hompage
  • geeignet für: alle Altersgruppen

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